Im Gedenken an Karl Rechel (1951-2024)
Karl Rechel
Obwohl nur im geringfügigen Beschäftigungsverhältnis angestellt, sah man ihn fast täglich auf dem Gelände. Er mähte den Rasen, kümmerte sich um die Hecken, Bäume und Zierpflanzen, kleine Reparaturen und die Vermietungen des Gemeindehauses.
Seine Adventskränze und -gestecke erfreuten uns alljährlich. War jemand verstorben, übernahm er das Ausläuten, und als wir in der Coronazeit die Kirche täglich für Besucher offen hielten, kam er jeden Abend mit Einbruch der Dunkelheit zum Zuschließen.
Viele Jahre brachte er sich auch im Kirchenvorstand mit seiner bereitwilligen, weitherzigen Art und manchmal auch mit der ihm eigenen Starrköpfigkeit ein, vor allem in Bau- und Gebäudeangelegenheiten. Galt es, vor Festen oder besonderen Gottesdiensten Plakate im Ort zu kleben oder handwerkliche Vorbereitungen zu treffen: Karl hatte immer eine Idee und setzte sie um.
In den letzten Jahren wurde sein Arbeitstempo immer langsamer. Aber er war ein Schaffer. Was er still und leise doch alles noch machte, merkten wir erst, als er krankheitsbedingt seine Tätigkeiten einstellen musste. Wir können nur ahnen, wie schwer die letzten Monate seines Lebens für ihn waren.
Wir verlieren mit Karl einen guten Freund und streitbaren Weggefährten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, der wir viel Kraft und Gottes Beistand wünschen.